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By Prof. Dr. Jochen Taupitz (auth.), Professor Dr. Jochen Taupitz (eds.)

Der "Rohstoff Mensch" spielt aufgrund der medizinisch-wissenschaftlichen Entwicklung eine immer größer werdende Rolle. Kaum ein Teil des menschlichen Körpers, der nicht medizinisch, wissenschaftlich oder kosmetisch genutzt werden kann. Gleichwohl sind der Ausschöpfung dieser Möglichkeiten offenbar ethische und rechtliche Grenzen gesetzt. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Frage, in welchem Umfang die Nutzung des menschlichen Körpers und seiner Teile mit finanziellen Aspekten verknüpft sein darf. So enthalten beispielsweise die Biomedizinkonvention des Europarates wie auch die europäische Grundrechtecharta ein ausdrückliches Kommerzialisierungsverbot. Danach dürfen der menschliche Körper und seine Teile als solche nicht zur Erzielung von Gewinnen genutzt werden. Dabei sind allerdings der Grund und die Reichweite dieser und zahlreicher anderer Kommerzialisierungsverbote mehr als unklar. Fragen nach dem legitimen Ausmaß einer Kommerzialisierung des Menschen stellen sich konkret etwa in der Transplantations- und Transfusionsmedizin, beim Umgang mit menschlichen Stammzellen und Embryonen wie auch bei der Körperwelten-Ausstellung, der Prostitution und der Selbstversklavung.

Die Beiträge des Sammelbandes beleuchten diese und andere Problembereiche interdisziplinär, und zwar auch in historischer und kulturvergleichender Perspektive. Der Schwerpunkt liegt bei medizinethischen Fragestellungen.

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Hauser-Schäublin 2006: „…yang hidup di sini, yang mati di sana. Upacara lingkaran hidup di Desa Sembiran, Bali. Göttinger Studien zur Ethnologie Band 15. Münster/Hamburg: LIT Strathern, Marilyn1988:The gender of the gift. Berkeley: University of California Press. Sydney Morning Herald, Sydney Weck, Wolfgang [1937] 1986: Heilkunde und Volkstum auf Bali. Jakarta: Bap Bali/Intermasa Kommerzialisierung des menschlichen Körpers: Nutzen, Folgeschäden und ethische Bewertungen1 Bettina Schöne-Seifert 1.

In den Worten von Ach, Anderheiden und Quante: Die größte Gefahr einer Kommerzialisierung der Transplantationsmedizin besteht zweifellos in der Möglichkeit, dass Menschen sich dazu gezwungen sehen könnten, Teile ihre Körpers zu veräußern, um ihren Lebensunterhalt zu gewährleisten oder sich Lebenschancen offenzuhalten. 25 Aber auch diese Autoren fragen sogleich weiter, worin denn eigentlich der spezifische Unterschied eines Organverkaufs etwa zu gesundheitlich gefährlicher Arbeit gegen Bezahlung bestehe, wie sie doch allgemein akzeptiert werde.

Nach Jahrzehnten der klinischen Erprobung und Entwicklung ist dieser Bereich der therapeutischen Medizin grundsätzlich etabliert, erfolgreich und allgemein anerkannt. Die erfolgreich transplantierten Patienten danken für ihr „neues Leben“; die Bevölkerung betrachtet Organspenden und –verpflanzungen mehrheitlich als normal und akzeptabel und die Kirchen bestärken die ethische Dignität von Organspenden als „Geschenken des Lebens“. 4 Und schließlich gehören Transplantationen nicht einmal mehr zu den teuersten Maßnahmen moderner Medizin; für Nierenkranke verursachen sie sogar deutlich geringere Kosten als die alternative Dauerdialyse.

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