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By Joachim Detjen

Dieses Grundlagenwerk informiert umfassend und systematisch über den Werterahmen, den das Grundgesetz seit 60 Jahren den Bürgern und der Politik vorgibt. Die Werte des Grundgesetzes entstammen dem westlichen Kulturkreis. Sie sind das deutlichste Indiz dafür, dass die Bundesrepublik Deutschland zum Kreis der demokratischen Verfassungsstaaten des Okzidents zählt. Menschenwürde, Leben, innere Sicherheit, individuelle Freiheit, rechtliche Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Volkssouveränität und Demokratie sind Werte, die dem Grundgesetz eine starke Legitimität verleihen. Der Schutz der Privatsphäre, Ehe und Familie, religiöse und weltanschauliche Überzeugungsfreiheit, wirtschaftliche Handlungsfreiheit, Kommunikationsfreiheit, Pluralismus, politische Partizipation sowie Bürgerpflichten und Bürgerverantwortung sind Verfassungswerte, welche die Lebenswelt, die Gesellschaft und die Politik nachhaltig prägen. Gemäßigte, begrenzte und verantwortliche Herrschaft, weltanschauliche Neutralität, Rechtsschutz und Rechtssicherheit sowie Funktionsfähigkeit und Wehrhaftigkeit sind maßgebliche staatliche Ordnungswerte. Gemeinwohl, Frieden und Umwelt schließlich sind Werte, welche der Politik dauerhaft zur Gestaltung aufgegeben sind. Dass das Grundgesetz zu den angesehensten Verfassungen der Welt gehört, erklärt sich wesentlich aus den in diesem Werk aufgezeigten und erläuterten Werten.

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Das Bundesverfassungsgericht habe daher durchaus folgerichtig ausgesprochen, dass eine objektive Werteordnung Geltung für das gesamte Recht beanspruche. ). Die erkenntnistheoretische Kritik am Wertedenken trifft zum einen die subjektiven Wertlehren, für die alle vom Menschen gewählten Werte subjektiv und daher rational nicht begründbar sind. 1. Verfassung und Werte 39 Die Kritik trifft zum anderen aber auch die in der phänomenologischen Tradition stehenden objektiven Wertlehren Max Schelers und Nicolai Hartmanns.

Daraus ergibt sich eine kulturelle Identität, die das Eigenbild der Kulturgemeinschaft nach innen wie 2. Die Wertegebundenheit des Grundgesetzes 53 nach außen bestimmt. ). Im Falle Deutschlands ist das Abendland oder, moderner gesprochen, die westliche Zivilisation der übergeordnete Kulturkreis. Die Verfassung knüpft notwendigerweise an die gewachsene und historisch gewordene kulturelle Prägung der Nation an. Die Verfassung ist somit nicht ein über Raum und Zeit schwebendes Konstrukt, sondern Ausdruck einer bestimmten Kultur.

Das Bundesverfassungsgericht konkretisierte es in mehreren grundlegenden Entscheidungen. Dabei stellte das Gericht zwei wesentliche Eigenschaften des vom Verfassunggeber vorausgesetzten Menschen heraus. Zum einen wird der Mensch als freies, zur eigenverantwortlichen Lebensführung befähigtes Wesen eingeschätzt. Daraus folgt, dass der Staat dem Einzelnen einen Raum zur Entfaltung seiner Persönlichkeit gewährleisten muss. Zum anderen wird der Mensch als gemeinschaftsbezogenes, sozial verpflichtetes Wesen gesehen.

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